Visualisierung: KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland
13.09.2017

Bergbaumuseum Oelsnitz wird saniert und umgebaut

_ankommen _eintauchen _aufbrechen in ein denkmalgeschütztes Industriedenkmal

Die Aufgabe.

Geplant ist die Sanierung des Bergbaumuseums Oelsnitz im Erzgebirge, im Auftrag des Landratsamts Erzgebirgskreis. Es ist in den denkmalgeschützten Industriegebäuden eines früheren Bergwerkes untergebracht, die zwischen 1895 und 1935 errichtet wurden. Nach Schließung des Schachtes 1971 wurden sie für den Museumsbetrieb umgebaut, die Museumseröffnung war 1986.
Aufgabenstellung ist die denkmalgerechte Sanierung des weithin bekannten Industriedenkmals in seinem authentischen Funktionszusammenhang und unter Erhalt der im Gebäude befindlichen Großexponate (Dampfmaschine, Turmfördermaschine etc.).

Eine Begleitausstellung zur 4. Sächsische Landesausstellung „Industriekultur“ soll von April bis November 2020 stattfinden. Daher ist eine Teilfertigstellung bis Januar 2020 notwendig. Die gesamte Fertigstellung ist 2023 geplant.


Unsere Lösung.

Das Bergbaumuseum Oelsnitz im Kaiserin-Augusta-Schacht ist ein authentisches Zeitzeugnis der industriellen Revolution. Die Auseinandersetzung mit diesem besonderen Ort mit seiner Architektur und Geschichte auf der einen Seite sowie die museale Qualität der historischen Maschinen und der inhaltlichen Ausstellungsdidaktik auf der anderen Seite sind allseits vor Ort spürbar. Daher schlagen wir vor, jedem Besucher das Erleben dieser Kraft vor Ort emotional deutlich zu machen. Deshalb erfolgt das Eintreten in mehreren Sequenzen entlang der historischen Hauptachse des Werksgeländes. Durch das ehemalige Werkstor betritt der Gast den Ort, überquert einen Teil des ehemaligen Werksgeländes und wird von einem neuen Vorplatz empfangen, der eindeutig im Kontext der heutigen Nutzung als Museum steht.

Durch den Windfang taucht der Besucher nun ein in die Atmosphäre des industriellen Zeitalters mit seinen Strukturen und Oberflächen, er spürt die alten Zeiten des Ortes. Die Einordnung von Kassentresen, Garderobe und Shop in den „Organismus Maschine“ sensibilisiert den Besucher auf das Kommende und macht neugierig auf alles Weitere. Es wird gestalterisch klar unterschieden zwischen gestern und heute, damit bleibt jede Epoche ablesbar. Das Erdgeschoss neben der Dampffördermaschine wird zum Eingang und zur Bühne der ersten Inszenierung des Ortes mit dem Schwungrad hinter dem Tresen. Nach dieser ersten emotionalen Begegnung genießt der Besucher die erholsame Klarheit des neuen Foyers mit dem Treppenhaus. Der Gast erreicht hier über Treppe oder Aufzug die WC-Anlagen im Untergeschoss und erhält dabei einen Einblick in das Schaudepot. Im Foyer treffen sich die Besucher vor Beginn der Führungen. Das Modell des Kaiserin-Augusta-Schachtes bildet den musealen und didaktischen Auftakt für die folgenden Ausstellungsbereiche, wie Förderturm, Schaubergwerk etc..

Nach Beendigung des Museumsrundganges wird der Gast über die große neue Treppenanlage zurück ins Erdgeschoss der Dampffördermaschine geleitet, wo er seinen Besuch im Shopbereich ausklingen lässt.


IPROconsult ist als Generalplaner in Zusammenarbeit mit KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland verantwortlich für die Planungen Architektur, TragwerkTechnische Ausrüstung und das Brandschutzkonzept