Wasserkraftwerk Dorfhain

Durch die DREWAG (Stadtwerke Dresden GmbH) war die Sanierung des Wasserkraftwerks Dorfhain vorgesehen. Dies war erforderlich, da eine sehr hohe Laufzeit der Anlage ohne grundlegende Überholung vorlag.

Das WKW Dorfhain befindet sich im Landkreis Dippoldiswalde in der Gemarkung Dorfhain unweit der Talstraße am Ufer der Weißeritz.
Folgende Teilobjekte wurden bearbeitet:
TO 01    Hofleitung
TO 02    Rohrkeller
TO 03    Turbinen
TO 04    Energievernichter
TO 05    Unterwasserkanal
TO 06    E-MSR-Ausrüstung
TO 07    Bypassleitung
TO 08    Brandschutz

Das Kraftwerk Dorfhain wurde 1944  erbaut. Nach der Fertigstellung des Rohr- und Stollensystems flossen nur noch 40 Liter Rohwasser pro Sekunde über die Weißeritz, um das Ökosystem zu erhalten. Der Großteil des Wassers lief jedoch nicht mehr über die Weißeritz, welche den Druck bremste. Der aus der Höhendifferenz von 58 m zwischen der Talsperre Klingenberg und dem WKW Dorfhain anstehende Wasserdruck von 6 Atmosphären musste anderweitig reduziert werden.
Man entschied sich daher außer den bereits vorhandenen Wasserkraftwerken Klingenberg und Tharandt ein weiteres Wasserkraftwerk mit Standort in Dorfhain zu errichten und den einmal vorhandenen Wasserdruck zur Erzeugung von Strom zu nutzen. Damals wie heute erfolgte die Stromerzeugung durch den Wasserdruck.
Der Zufluss erfolgt über eine Leitung DN 1200 die sich im Rohrkeller auf 2 x DN 700 als Turbinenzulauf verzweigen. Der Ablauf der Turbine endet im Unterwasserkanal.
Wenn kein Strom erzeugt wird fließt das Wasser über den sogenannten Energievernichter (Freifluter) und den Unterwasserkanal dem Stollenbauwerk 4 zu, so dass die erforderlich Wassermenge zur Trinkwasseraufbereitung zum Wasserwerk nach Coschütz fließen kann. In der Energievernichterkammer treffen zwei Wasserstrahle von zwei entgegengesetzten Seiten auf die Stahlplatte in der Druckkammer, die wasserdicht ist und durch meterdicke Betonwände begrenzt. Das austretende beruhigte Wasser läuft dann in den Unterwasserkanal.

Die Turbinen haben einzeln folgende Auslegungsdaten:
Baujahr 1939
Laufraddurchmesser ca. 500 mm
Schluckvermögen Q = 1440 l/s bei einer Nutzfallhöhe h = 54,70 m.
Die mechanische Turbinenleistung beträgt dabei laut Herstellerangaben 866 PS (636 kW)
Die Turbinendrehzahl liegt bei 1015 Upm.

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Auftraggeber

DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH

Ort

Sachsen

Art der Lösung

Ver- & Entsorgung

Kompetenzen

Infrastruktur und Umwelt
Technische Ausrüstung
Spezial-Kompetenzen

Maschinen- und Anlagentechnik

EMSR-Ausrüstung

Brandschutzkonzept

Leistungen

Sanierung